Aktuelles
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frauensachbuch.de präsentiert Ihnen hier Termine und Infos zu Lesungen, Vorträgen, verlags- und frauenspezifischen Aktionen und vieles mehr.

Veranstaltungen Frauenkultur e.V. Leipzig, Windscheidstraße 51; 04277 Leipzig

09.05.2007, 17.00 Uhr: OFFENES FORUM:  War dein Rock auch zu kurz?
                                              Eine Podiumsdiskussion über Sexismus im Allgemeinen und im Speziellen: 
                                              zu Sexismus an der Hochschule 

                                              Referentin: Frau Benedix, Gleichstellungsbeauftragte der Universität Leipzig

Versucht Mensch einmal, sich mit anderen Menschen über Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen zu unterhalten, dann sind die wenigsten an solchen Themen überhaupt interessiert - oder gar der Meinung, dass dieses Problem gar nicht mehr besteht. Wir möchten trotzdem genau diesen Versuch wagen! 
An diesem Abend wollen wir mit euch darüber diskutieren, wie sich Ungleichheit auf Grund von Geschlecht manifestiert. Wichtigster Ansatzpunkt dabei ist es, sich bewusst zu machen, wie sich auch heute noch Sexismus überall und in jedem Medium finden lässt. Ein wichtiges Anliegen dieses Abends ist es, zu zeigen, dass sich auch in einem akademischen Umfeld bis heute viele Vorurteile und Sexismen gehalten haben und schlimme Erfahrungen für die Einzelnen bedeuten. 
Welche besonderen Probleme finden wir an den Hochschulen? Was kann es für eine Studentin / einen Studenten bedeuten, wenn er einem/einer aufdringlichen Dozent/in nachgibt? Wie kann Frau (und auch Mann) sich wehren, wenn sie (/er) sich sexuell belästigt fühlt? Antworten auf diese und andere Fragen sollen an diesem Abend gefunden werden.  Seid da! Stellt Fragen! Diskutiert mit uns!
Moderation: Franziska Förster, Referentin für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik, StuRa

10.05.2007, 19.00 Uhr: Vortrag und Gespräch: Niki de Saint Phalle
                               
                Der amerikanischen Plastikerin und Bildhauerin  zum 5. Todestag

                               
                mit Renate Reitz-Schiwek, Leipzig

Niki de Saint Phalle (29. Oktober 1930, Neuilly-sur-Seine - 22. Mai 2002, San Diego, Kalifornien) war eine Welt- bürgerin; geboren bei Paris, aufgewachsen in New York, auf Reisen in Europa, zuletzt wieder Kalifornien. Ihr intensiv gelebtes Leben ist der Stoff, aus dem ihre Werke entstanden sind, eine große Portion Aggressivität ist der Motor, der sie antreibt, aber auch Lebens-und Liebeslust, gepaart mit Humor und einem enormen Arbeitsvermögen. Sie war fähig, die Verletzungen, die das Leben mit sich bringt, ins Produktive zu verwandeln. 
 
Später kamen die Nanas, die die Künstlerin berühmt machten. Die ersten Figuren, noch aus Draht und Stoff, wurden 1964 in Paris ausgestellt. Ende der siebziger Jahre begann sie mit ihrem größten, umfassendsten Projekt. Angeregt durch die fantastischen Barockgärten der Toskana und die Figuren des Tarot schuf sie in fünfzehn Jahren Arbeit zusammen mit Tinguely und vielen HelferInnen ein Parkgelände - mit Blick auf das Meer und ein stillgelegtes Atomkraftwerk, voller monumentaler begeh- und bewohnbarer Plastiken. Während die einzelnen Figuren Motive aus dem Tarot aufgreifen - der Turm, der Herrscher, der Tod - verwendet sie für die Gestaltung der leuchtend bunten und spiegelnden Oberflächen Mosaiksteine nach alter italienischer Hand- werkstradition. Ihre letzte große Werkserie widmete sie ihrem Gefährten Tinguely, der 1991 gestorben war.


15.05.2007, 14.30 Uhr
:
Vortrag mit anschl. Diskussion zum Thema:: Alltäglich anders?
                               
               Referentin: Dr. Elke Jansen, Projekt Regenbogenfamilien im LSVD

Regenbogenfamilien im Spiegel von Forschung und Beratung" Es geht um die Entwicklung der Kinder in Regenbogenfamilien, die Situation von rechtlichen und sozialen Elternteilen, Diskrimi-niungs-Erlebnisse und Vorurteile, die man der Familienform entgegenbringt und wie es wirklich damit aussieht. 
Weiter u.a.  zu: Erziehen und leben lesbische Mütter und schwule Väter anders als ihre heterosexuellen Pendants? Gibt es spezielle Herausforderungen im Familienalltag? Was wissen wir heute über homosexuelle Elternschaft und die Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen?
Veranstaltung in Kooperation von Frauenkultur, Stadt Leipzig / Referat Gleichstellung, ILSE / LSVD Sachsen
anschließend gemeinsames Grillen; mit Kinderbetreuung / weitere Infos bald auf www.queerkids.de

01.06.2007, 20.30 Uhr: Vortrag:: Frauengenerationen im VEB Leipziger Baumwollspinnerei
                               
                
Vortrag und Gespräch mit Dr. Annegret Schüle, Leipzig/Weimar

Die DDR und ihr Ende lässt sich auch durch die Geschichte ihrer Generationen verstehen. Annegret Schüle, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte Buchenwald, hat gemeinsam mit Rainer Gries und Thomas Ahbe den Sammelband Die DDR aus generationengeschichtlicher Perspektive. Eine Inventur (Leipzig 2006) herausgegeben. Sie stellt das Buch vor und erläutert am Beispiel ihrer Forschungen über Frauen im VEB Leipziger Baumwollspinnerei die Tragweite dieses Ansatzes.

02.06.2007, 19.00 Uhr: Nacht der Solidarität -  Bundesweite solidarische Sommeraktion
                               
              
Filme und Gespräch zum Thema Aids
                                             
Gemeinschaftsveranstaltung der aids-Hilfe Leipzig und des Frauenkultur e.V. Leipzig

Gezeigt wird u.a.der Film "A Right to Live - Aidsmedikamente für Millionen" von Birgit Schulz (D. 2006, 45 min.) Die Zahl der Aidsinfizierten ist besonders im südlichen Afrika erschreckend hoch. Teure Medikamente westlicher Pharmakonzerne sind für viele unerschwinglich. Die 52-jährige Krisana Kraisintu weiß, was sie will: Aidspräparate, wirksam und kostengünstig für Afrika.
Filmautorin Birgit Schulz zeigt, wie durch die Kraft dieser entschlossenen Frau unzählige Menschen wieder an ihr Leben glauben und bereit sind, sich ihrer Krankheit zu stellen. "Pole, pole", rufen die Menschen Krisana Kraisintu in Ostafrika manchmal nach: "Langsam, langsam". Aber die rundliche Frau will nicht langsam sein, sie hat keine Zeit zu verlieren. Sie lebt nicht ungefährlich, seit sie das Monopol großer westlicher Pharmakonzerne auf die Herstellung von Aidsmedikamenten untergräbt. Es gab Zeiten, da hat sie jeden Tag Todesdrohungen am Telefon bekommen. Die Buddhistin lässt sich jedoch nicht einschüchtern, im Gegenteil: Die Zahl der afrikanischen Länder, die sich für Kraisintus Medikamente interessiert, wächst.
Die frühere Leiterin der Forschungsabteilung der thailändischen Government Pharmaceutical Organization hat das bisher billigste Aidspräparat der Welt entwickelt. Gleichzeitig hat die Pharmazeutin die Medikamentierung vereinfacht, so dass Infizierte nur noch zwei Mal am Tag eine Tablette schlucken müssen. Zuerst hat die Thailänderin Kraisintu diese Generika 1992 in ihrer Heimat hergestellt. Als das gut lief, ging sie nach Afrika. Seitdem hat Krisana Kraisintu in Äthiopien, im Kongo und jetzt in Tansania Fabriken für preiswerte Aidsmedikamente aufgebaut.
In Afrika - in nahezu allen Ländern südlich der Sahara - steigt die Todesrate von Aidsinfizierten weiter dramatisch an. Medikamente können sich nur wenige leisten, und die komplizierte Medikamentierung der aus Europa und den USA importierten Mittel ist ein zusätzliches Hindernis. Die Dokumentation verfolgt die Arbeit der Asiatin in Tansania. Weil es bisher keine Hoffnung gab, wurde das Problem verdrängt. Heute kauft die Regierung die Medikamente aus der eigenen Landesproduktion und verteilt sie an die Krankenhäuser und Gesundheitsstationen.

 

Sexueller Missbrauch/Kinderpornographie
Homepage: Sexueller Missbrauch/Kinderpornografie
Es gibt eine ausgezeichnete, umfangreiche und informative Homepage zum Thema sexueller Missbrauch an Kindern und Kinderpornografie, die vom WDR-Fernsehen vorgestellt wurde und sich z.T. noch im Aufbau befindet. Eingerichtet wurde diese Homepage von Betroffenen. Wie wichtig solche Seiten sind, zeigen schon diese Zahlen: 1995 wurde in 153 Fällen wegen Verbreitung/Besitz kinderpornografischer Schriften ermittelt, im Jahr 2000 waren es bereits 812 Fälle!! Und das sind nur die zur Anzeige gekommenen Delikte. Wir können nur ahnen, wie es real aussieht! (Diese Zahlen sind der Homepage entnommen.)
Die Seite bietet auch einen Chat. Oft ist es wichtig für die Betroffenen, einfach nur reden zu können, vor allem, wenn es Nacht wird und die Ängste kommen. Wie die Initiatoren aber selbst sagen, ist dies kein Ersatz für eine Therapie bzw. für einen Psychologen/Psychotherapeuten. www.gegen-missbrauch.de

Lesbenmagazin: l.mag – "was Lesben wirklich wollen"
Vor einigen Wochen erschien mit einer Auflage von 100.000 Exemplaren das neue Lesbenmagazin „L-MAG“. Es wurde deutschlandweit kostenlos verteilt und ist in Köln wohl schon durch den CSD-Ansturm vergriffen. Es gibt aber auch bereits eine Internetpräsenz des Magazins, in der das umfangreiche Angebot der Erstausgabe nachzulesen ist. 
Im Editorial heißt es: L-MAG macht sich auf, das beinahe unsichtbare Dasein lesbischer Frauen in Deutschland zu beenden und das zu liefern, was Lesben Spaß macht: aufregende Frauen in interessanten Gesprächen, guter Sex, Humor, Information, Service und ein souveränes lesbisches Selbstverständnis. Die Idee und das Konzept entstand im Redaktionsteam der SIEGESSÄULE, dem schwullesbischen Stadtmagazin Berlins. Es wurde eine Leserinnenumfrage gestartet (Einsendeschluss 31. August 03 !), um die Zeitschrift zu optimieren und den Bedürfnissen der lesbischen Leserinnen in der gesamten BRD anzupassen. Wir haben somit auch Einfluss darauf, wie und ob L-MAG ab Herbst in Serie geht. Also, schaut mal rein – zur Belohnung gibt’s ein paar nette Preise! Homepage:
www.l-mag.de

Projektvorstellung
agisra Köln e.V.   „Arbeitsgemeinschaft gegen internationale sexuelle und rassistische Ausbeutung“
Steinberger Str. 40, 50733 Köln, Tel. 124019/1390392, Fax 9727492, http:// www.e-migrantinnen.de,    „Selbstbestimmtes Leben für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen“

agisra ist eine autonome Informations-, Bildungs- und Beratungsstelle für Migrantinnen, Flüchtlingsfrauen, schwarze Frauen und Jüdinnen und wurde in Köln 1993 von z.T. betroffenen Frauen gegründet. Die agisra-Frauen haben überwiegend selbst Migrationserfahrungen, sie sind ein hochqualifiziertes, interkulturelles Team und bieten ihre Arbeit kostenlos und anonym an. Jede hilfesuchende Frau kann individuell beraten und unterstützt werden, da agisra die Kommunikation in zahlreichen Sprachen möglich ist. 

Die Beratung erstreckt sich über psychosoziale Beratung und Therapie bei Amtsangelegenheiten und sozialrechtlichen Fragen, Gewalt in Beziehungen, Frauenhandel, sexistischer/rassistischer Diskriminierung und Gewalt, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, Zwangsverheiratung, Asylverfahren, Abschiebehaft und Aufenthaltsrecht u.a. §19 AuslG, Partnerschaftskonflikten und Familien- und Generationskonflikten.

Begleitung und Unterstützung wird geboten bei: Unterbringung der Frauen in Frauenhäusern, Behördengänge, Besuche in Gefängnissen und Abschiebehaft, Unterstützung von Zeuginnen in Strafprozessen. Die Unterstützung der Frauen ist ressourcenorientiert, sie soll ihnen die Eigenorganisation ihres Lebens ermöglichen. Die Arbeit von agisra ist parteilich, an den Interessen der Frauen orientiert.

Das große Engangement von agisra beruht nicht nur Einzelarbeit sondern auch auf der Lobby-, Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit. agisra arbeitet auf Landes-, Bundes- und Europaebene eng mit Organisationen zur Bekämpfung des Frauenhandels zusammen, setzt sich auf allen Ebenen für die Verwirklichung der Menschenrechte ein und bildet Multiplikatorinnen aus. 

agisra setzt sich weiter ein für rechtliche und soziale Gleichstellung von Migrantinnen und deutschen Frauen, ein vom Ehemann unabhängiges Aufenthaltsrecht für Migrantinnen, die Anerkennung frauenspezifischer Fluchtgründe, die Abschaffung der Abschiebehaft, uneingeschränkte Arbeitserlaubnis für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen sowie die Bekämpfung rassistischer und sexistischer Diskriminierung.

Um den Einsatz dieser engagierten Frauen zu verdeutlichen, hier nur ein paar Zahlen: Im Jahr 2000 nahmen 398 Frauen das Beratungsangebot von agisra an, im Jahr 2001 waren es 416 Frauen. Also Tendenz steigend, wie sieht’s mit den Geldern aus? Tendenz fallend? 2001 verfügte Agisra durch die Streichung der ABM-Stellen über nur 2,5 bezahlter Stellen, und dass bei dieser hohen Frequenz!

„Eine Ehrung für die leisen Menschenrechtlerinnen“
Im November 2001 wurde agisra für das große Engagement mit dem Bilz-Preis ausgezeichnet. Dem Stifter und Historiker Fritz Bilz ist es ein Bedürfnis, rassistische und ausländerfeindliche Tendenzen zu bekämpfen und die NS-Zeit aufzuarbeiten. Die Auszeichnung konnte nicht besser vergeben werden als an diese „Gruppe von Frauen, die sich der Allerschwächsten angenommen haben. Sie garantieren, dass Humanität, Nächstenliebe und Frauenbewusstsein einen Stellenwert behalten in diesen Zeiten der Haupt- und Nebenkriegsschauplätzen“ (Laudatio).

Der Kampf gegen Rassismus und Gewalt gehört zur täglichen Arbeit von agisra. Migrantinnen werden aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft und ihres Geschlechtes diskriminiert. Der Staat beteiligt sich in Form diskriminierender Gesetzgebungen und Verwaltungsvorschriften (institutioneller Rassismus). Die Frauen erleben des weiteren Benachteiligungen von Arbeitgebern, Vermietern und anderen, von denen sie abhängig sind. Hinzu kommt noch der Alltagsrassismus, wenn Mitmenschen sie aufgrund von Aussehen, Herkunft, Geschlecht oder Sprachvermögen zum Maßstab ihres Handels machen.

Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen sind häufig Gewalt ausgesetzt, die sich in der Ehe und in der Familie ausgeübt wird, aber es gibt auch die strukturelle Gewalt durch den Staat. Besonders illegalisierte Frauen sind gefährdet, sie haben nicht die Möglichkeit, sich an die Polizei oder an Ämter zu wenden. Eine deutliche Verbesserung hat das am 1.1.02 in Kraft getretene Gewaltschutzgesetz gebracht. Allerdings nicht für die Frauen, die nach dem Ausländerrecht kein eigenständiges Aufenthaltsrecht mehr besitzen, wenn sie nicht mindestens 2 Jahre mit ihrem Partner zusammen gelebt haben. Dies ein wichtiger Grund, warum eingewanderte Frauen direkt zu Beginn ein eigenständiges Aufenthaltsrecht bekommen sollten.

Warum Frauen fliehen
20 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, ein Großteil von ihnen sind Frauen. Hungersnot, Umweltkatastrophen und Kriege sind Fluchtgründe, es gibt aber auch frauenspezifische Fluchtgründe: Zwangsverheiratung, Zwangsprostitution, Zwangsabtreibung, Zwangssterilisation, rituelle Tötungen (z.B. Witwenverbrennung), sexuelle Gewalt, Vergewaltigung in Zusammenhang mit ethnischen Säuberungen, Vorschriften über Kleiderordnungen/Zwangsverschleierung, drohende Genitalverstümmelung, Bedrohung wegen ihrer politischen Aktivitäten oder sexueller Orientierung.

Radio
LÄSTERHER(T)Z Frauen- und Lesbenradio
(aus dem Studio der VHS Köln, Empfang über Radio Köln auf 107,1MHz) 

Jeden ersten Montag im Monat 20.00 - 21.00 Uhr