Irene Dölling  / Beate Krais (Hg.)
Ein alltägliches Spiel  Geschlechterkonstruktionen in der sozialen Praxis

Der Verlust des Subjekts 'Frau' als homogene politische Akteurin und als Zentralbegriff eines theoretischen Konzepts, das das bisherige wissenschaftliche Denken radikal in Frage zu stellen beansprucht, ruft Irritation und Verunsicherung hervor. Aber das weckt auch das Potential zu kritischer Bestandsaufnahme.

Die in diesem Band versammelten Aufsätze gehen, auf unterschiedliche Weise, der sozialen Konstruktion der Geschlechterordnungen nach, sei es am konkreten Fall, z.B. in den Arbeitsbeziehungen, in der Schule oder im Sport, sei es in der Entwicklung des theoretischen Arguments.
Den unmittelbaren Anstoß gab der bislang nur in französischer Sprache zugängliche Beitrag von Pierre Bourdieu über "la domination masculine", einem Autor also, dessen Arbeiten explizit die soziale Konstruktion von symbolischer Ordnung und sozialer Struktur zum Gegenstand haben. Es scheint uns so sinnvoll wie anregend, seine Überlegungen zur "männlichen Herrschaft" mit feministischen Erklärungsansätzen u.a. von Mary O'Brien und Cynthia Cockburn in einem Band zu veröffentlichen und damit eine Diskussion zwischen bislang weitgehend getrennt geführten Wissenschaftsdiskursen anzustoßen.


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Suhrkamp  -  1. Auflage 1997, 3. Tsd. 1998  -  es 1732  -  336 S.  -  EUR 12,50 / sFr. 23,00  -  ISBN 3-518-11732-7
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